China schafft Steuervergünstigungen für Batteriespeicher und PV ab: Was das jetzt bedeutet
China dreht an einer Stellschraube im globalen Energiemarkt: Steuervergünstigungen für den Export von Batteriespeichern sind seit 1. April 2026 gekürzt, bei Photovoltaik-Produkten vollständig gestrichen. Das kann spürbare Auswirkungen vor allem für Unternehmen haben, die in Speicher und PV investieren wollen. Erfahren Sie alle Hintergründe und konkreten Handlungsempfehlungen.
Was genau sind die rechtlichen Umstände?
Bisher konnten chinesische Hersteller einen Teil der Mehrwertsteuer auf exportierte Produkte zurückerstattet bekommen. Dieser Mechanismus hat dafür gesorgt, dass PV-Module und Batteriespeicher aus China international besonders wettbewerbsfähig waren.
- Bei Batteriespeichern sank die Erstattung am 1. April 2026 von 9% auf 6%, Anfang 2027 soll sie komplett entfallen
- Für PV-Module wird die Exporterstattung am 1. April 2026 vollständig gestrichen
Die Erstattungssätze wurden bereits in den letzten Monaten mehrfach reduziert, die Entwicklung kommt also nicht überraschend.
Welche Auswirkungen hat das – besonders für Batteriespeicher in der Industrie?
Kurz gesagt: Die Preise werden voraussichtlich steigen. Für Photovoltaik-Anlagen wird aktuell mit einem Anstieg von etwa 10 bis 20 Prozent gerechnet. Bei Batteriespeichern zeigt sich dieser Effekt zeitlich verzögert, da die Regelung hier schrittweise greift.
Gerade im industriellen Kontext ist das relevant, denn Projekte mit Batteriespeichern sind kapitalintensiv. Wenn sich also die Preise für zentrale Komponenten verändern, verschiebt sich automatisch die Wirtschaftlichkeit.
Hinzu kommt die hohe Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten. Über 70% der weltweit eingesetzten Speicher und PV-Module stammt aus China. Änderungen in der chinesischen Exportpolitik wirken sich daher unmittelbar auf die internationalen Märkte, und damit auch auf Deutschland, aus.


Was sollten Sie als Industrieunternehmen jetzt im Blick haben?
Mit der Kürzung von Steuervergünstigungen verändert sich nicht nur das Preisniveau, sondern auch die Dynamik im Markt.
- Zum einen steigt der Kostendruck. Eigene Investment-Projekte, die bisher wirtschaftlich waren, sollten Sie neu bewerten.
- Zum anderen wird der Zeitpunkt wichtiger. Ob Ihr Projekt noch vor oder nach den Änderungen, also bei Batteriespeichern noch 2026 oder erst 2027, umgesetzt wird kann einen Unterschied machen.
Gleichzeitig ist die Maßnahme Teil einer größeren strategischen Entwicklung in China. Ziel ist unter anderem, Überkapazitäten abzubauen und den Preisdruck zu reduzieren. Batteriespeicher sind in den letzten Jahren unter anderem auch durch höhere Nachfrage und bessere Technologie immer günstiger geworden. Das spricht dafür, dass sich mittelfristig ein stabileres, aber höheres Preisniveau etablieren könnte.
Welche Handlungsempfehlungen ergeben sich daraus
Vor diesem Hintergrund kann es sich also lohnen Ihre Projekte und Strategien zunächst aktiv zu überprüfen. Besonders für eigene Batteriespeicherprojekte in Planung empfehlen wir folgendes:
- Überprüfen Sie zunächst die Annahmen zu Komponentenpreisen und aktualisieren Sie Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung entsprechend.
- Statt den Batteriespeicher nur für einzelne Anwendungsfälle wie Peak Shaving oder Eigenverbrauchsoptimierung zu nutzen, sollten mehrere Anwendungen kombiniert werden. So lassen sich Einsparungen und zusätzliche Erlöse, etwa durch die Teilnahme am Energiemarkt, deutlich besser ausschöpfen.
- Am wichtigsten bleibt natürlich, Ihre Projekte ganzheitlich zu denken. Alternative Modelle wie unser Bnewable-Ansatz, bei dem wir das Investitionsrisiko für Sie übernehmen, können helfen sich von Preisschwankungen unabhängiger zu machen.
Als Bnewable übernehmen wir die Investitionskosten in Ihren Batteriespeicher und ermöglicht es Ihnen so, Energiekosten zu senken, Ihre betriebliche Flexibilität zu erhöhen und zusätzliche Erlöse am Energiemarkt zu erzielen – ganz ohne CapEx.Gleichzeitig kümmern wir uns um die gesamte Umsetzung: von Planung und Genehmigung über Bau bis hin zum Betrieb. So benötigen Sie weder zusätzliche interne Ressourcen noch spezielles Know-how. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mehr erfahren möchten
Wie geht es nun weiter?
Trotz der klaren Richtung bleiben einige Punkte noch offen: Wie stark die Preise letztendlich steigen, ist ebenso ungewiss wie die Reaktionen europäischer Hersteller, politischer Maßnahmen und die Entwicklung der Lieferketten.
Da Unsicherheit ein konstanter Faktor bei Investitionen ist, bedeutet das für Sie als Industrieunternehmen: Projekte und Strategien regelmäßig überprüfen, Annahmen hinterfragen und Entscheidungen bewusst zeitlich planen.





